3D für jeden Browser

Auswahl aus dem QVC-Haus. Das Schlafzimmer ist einer von 5 interaktiven Räumen.
Die Technik: unter "Parallax scrolling" versteht man den visuellen Effekt, der durch die Seitwärtsbewegung mehrerer Ebenen entsteht; man gewinnt den Eindruck räumlicher Tiefe, da sich die Ebene im Vordergrund schneller bewegt als die im Hintergrund. Und die hinteren Bildelemente werden vom Vordergrund überlagert.
Je mehr Ebenen verwendet werden, desto überzeugender ist die 3D-Wahrnehmung des Raumes. Allerdings gibt es ein paar Details zu beachten. Strukturierte Flächen wie etwa ein gekachelter Fußboden bieten sich nicht an, da darauf positionierte Objekte – Stuhl, Tisch, Teppich etc.– den Eindruck erwecken, sie würden über den Boden gleiten.
In der Geschichte der 3D-Animation ist diese Technik keineswegs neu. Spätestens seit Walt Disneys "Bambi" ist sie etabliert und wurde hier für die gesamte Filmumsetzung genutzt und verfeinert. Siehe auch "Walt Disney's MultiPlaneCam" in unserem Blog.
Hier sieht man das Haus von aussen. Über eine Navigation kann der Betrachter einen der Räume anfahren.
Das Wohnzimmer. Auch hier gab es mehrere Ebenen, die dem Betrachter einen räumlichen Eindruck vermittelt haben.
Die Küche. Wie in allen anderen Räumen auch, konnte man hier Objekte anklicken und so Details zu den Leistungen abrufen.
3d-Renderings der anderen Kamerastandpunkte: Aussenansicht, Wohnzimmer & Küche.
Auschnitt Küche

Das Unternehmen QVC dürfte den meisten wohl als TV-Sender bekannt sein. Aber auch die Webpräsenz des Unternehmens wächst stetig und stellt einen hoch lukrativen Vertriebskanal dar.

Pünktlich zur IFA Messe wurde eine Micro-Site erstellt, die sich an ein jüngeres, web-affines Publikum wendet und in erster Linie technische Geräte für den Haushalt anbietet.

Dementsprechend unkonventionell sollte die Seite gestaltet werden. Anstelle einer rein grafischen Webseite entschied man sich für eine 3D-Darstellung eines Hauses, das man erkunden und dabei an einer Verlosung teilnehmen kann.

Rein technisch stellen diese Anforderungen kein Problem dar; jeder Browser kann Räume perspektivisch und sogar interaktiv in Echtzeit darstellen.

Allerdings sind dafür zusätzliche plug ins erforderlich und wie so oft, ist es wichtig, mit verbreiteten Standards zu arbeiten, um eine möglichst große Zielgruppe ansprechen zu können. Ausgefeilte Software, die beim Nutzer erst installiert werden muss, scheidet also aus.

Aus diesem Grund fiel die Wahl auf die räumliche Darstellungsmethode "Parallax scrolling" (s.o.), die in flash und auch HTML dargestellt werden kann.